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Donnerstag, 24. Februar 2011

Interview mit dem vermeintlich Bösen

Ich war selbst überrascht, als ich letzte Woche die Ankündigung sah, dass Donald Rumsfeld, ehem. Verteidigungsminister der USA, sich zu Jon Stewart im Daily Show Studio für ein Gespräch einfinden würde.
Rumsfeld ist einer der Architekten des Afghanistan- und Irakkriegs, Themen mit denen sich die Daily Show über die Jahre fortlaufend leidenschaftlich auseinandergesetzt hat. Mein erster Gedanke war also inspiriert von einem inneren Teufelchen und ging in etwa so: "WOAH, hoffentlich benutzt Stewart den Drecksack als Barbecueanzünder". Was natürlich moralisch auch eher ein trickreiches Statement ist. Ich muss sagen, im Nachhinein bin ich froh, dass Jon das Interview auf gewohnt zivilisierte Art und Weise durchgeführt hat, mit Respekt für seinen Kontrahenten, natürlich hier und da mit einer Portion (zumindest mal von mir) erwünschtem Sarkasmus. Allerdings finde ich, muss man es auch Rumsfeld hoch anrechnen, dass er sich diesem Interview gestellt hat, da das Publikum der Daily Show wohl eher als "links-liberal" einzusortieren ist, im Gegensatz zu den Verfechtern der Bush Jr. Administration, die im allgemeinen eher mit "rechts-konservative (Hardliner)" beschrieben werden. Das ganze Interview dauert länger als eine normale ganze DS Episode dauert, man nahm sich also offensichtlich Zeit füreinander. Es dürfte niemanden überraschen, dass die beiden am Ende respektvoll ihre jeweilige eigene Meinung behalten, dennoch hat das Interview mich nachdenklich gemacht, nicht zuletzt weil Rumsfeld irgendwie erschreckend knuffig rüber kommt. Faces of evil eben (nein, Scherz). Erschreckend knuffig, weil er bisher meiner Meinung nach ein arroganter und erkenntnisresistenter Kriegstreiber war, auf jeden Fall sehe ich mich zu einer Differenzierung meiner Meinung gezwungen und das ist eine gute Sache.
Ich denke, es ist für Gegner wie auch für Befürworter des Irakkriegs interessant, daher hoffe ich doch mal bescheiden, dass ich vllt. das Publikum zumindest auf deutscher Seite ein wenig vergrössern kann, zumal es ein Thema betrifft welches hierzulande auch heftig diskutiert wurde und immer noch wird. Auf den Link klicken, um die Videos direkt hier zu sehen.


Freitag, 5. März 2010

"Krieg gegen das Christentum"

Hmm, erstaunlich, kaum fang ich an, schon geht's los ;) Hier ist noch ein Videoclip, diesmal aus der Daily Show, und diesmal ein bisschen gegen die Christen. Ich meinerseits bin offener Atheist, habe allerdings weniger ein Problem mit Religion, als mehr mit organisierter Religion, die ich tatsächlich für einige Übel, welchen wir heutzutage ausgesetzt sind, verantwortlich mache. So oder so, ich finde, man sollte drüber lachen können :) Politik ist leider (selbst, wenn sie sich selbst frei davon erklärt) bei Weitem nicht so unbeeinflusst von Religion, wie sie sein sollte, gerade in den USA. Speziell der amerikanische Kongress bietet immer mal wieder erstaunliche Aussetzer. Im folgenden Clip geht es darum, dass es offensichtlich innerhalb der US Air Force seitens evangelikaler Christen zu extrem untoleranten Äusserungen und wiederholten damit verbundenen Bekehrungsversuchen gekommen ist, zb das ein Mitglied als "dreckiger Jude" bezeichnet wurde. Die daraus resultierende Aufregung nimmt ein Kongressmitglied zum Anlass, über "den langen Krieg gegen das Christentum" zu schwadronieren. Aber dankenswerterweise setzt Mr. Jon Stewart das in die richtige Perspektive zurück. Deshalb without further a-do, hier der (englische) Clip.
Kommentare sind selbstverfänglich willkommen.

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The Daily Show With Jon StewartMon - Thurs 11p / 10c
The Long War on Christianity
www.thedailyshow.com

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